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Der "Hortulus" des Walahfrid Strabo

Aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts stammt das Gedicht,
das der junge Abt des Klosters Reichenau am Bodensee,
Walahfrid Strabo, über den Gartenbau verfaßt hat.
In "De cultura hortorum" - oder kurz "Hortulus" genannt - schildert Strabo die Beobachtungen und praktischen Erfahrungen, die er in seinem eigenen Klostergarten gesammelt hat. Sein Garten ist in erster Linie ein Apothekergarten und zählt 24 Beete mit 24 verschiedenen Pflanzen. Diese werden im Gedicht in eigenen Kapiteln vorgestellt. Nutzen und Heilwirkungen der Pflanzen werden dabei ebenso beschrieben wie ihre Schönheit oder ihre Symbolkraft (>> "Hortulus").
Neben dem St. Galler Klosterplan und der Landgüterverordnung Karls des Großen gilt der "Hortulus" als eines der frühesten mittelalterlichen Zeugnisse des Gartenbaus in Deutschland.

Übrigens, ein Klostergarten nach den Ideen des "Hortulus" ist auf der Reichenau angelegt und steht für Besucher offen.

Weiterführende Literatur:
Hans-Dieter Stoffler (2000): Der Hortulus des Walahfrid Strabo, Thorbecke Verlag Stuttgart

 

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